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Titanic - Briefe an die Leser - Berliner Sparkasse
Montag, 30. Januar 2006

Berliner Sparkasse,

du aber schriebst Deinen Kunden folgende Frageprosa:

"Kennen Sie das? Sie haben gerade einen Beratungstermin mit Ihrer Kundenberaterin der Berliner Sparkasse und mitten im Gespräch klingelt das Telefon. Die Beraterin wird unruhig: Soll sie rangehen? Es könnte ein wichtiger Kunde sein. Aber Sie sind ihr genauso wichtig. Noch zögert sie. Das Klingeln hört nicht auf und das Gespräch ist sowieso erst einmal unterbrochen. Sie nimmt den Hörer ab. Zu spät, der Anrufer hat aufgelegt. „Wo waren wir stehen geblieben?“

Nein, das kannten wir noch nicht. Was wir aber sehr wohl kennen ist: Unsere Kundenberaterin hat einen Beratungstermin mit ihrer Kollegin und mitten in dieses Gespräch kommen wir und haben eine Frage. Die Beraterin wird unruhig: Soll Sie antworten ? Wir könnten ja ein wichtiger Kunde sein. Aber ihr Gespräch ist ihr genauso wichtig. Noch zögert sie. Unsere Anwesenheit hört nicht auf, aber Sie kann so plötzlich ihr Gespräch nicht unterbrechen. Sie wendet sich uns zu. Doch zu spät, wir sind bereits wieder auf dem Weg nach Hause.

Gut zu wissen, dass ein Anruf auch nichts genutzt hätte.

Titanic

 
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