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Villon

François Villon, geboren 1431, wuchs in den Wirren des vom Hundertjährigen Krieg ausgezehrten Paris auf. Nach dem Willen seines Adoptivvaters, eines einflussreichen Klerikers, sollte er Karriere in der Kirche machen.

Er entschied sich anders, tötete im Streit einen Priester und war fortan vogelfrei. Neue Freunde fand er schnell – er schloss sich dem Coquille-Bund, der Mafia des Mittelalters an, und lebte fortan unter Mördern, Dieben und Prostituierten. Seine Balladen künden stolz von der Lust an der Grenzüberschreitung und dem Verbrechen, vom Leben und den Sehnsüchten der Randexistenzen. Seine Spuren verlieren sich im Jahre 1463, als der bereits zum Tode Verurteilte Paris für immer verließ.

François Villon (Darstellung aus Grand Testament de Maistre François Villon, 1489)

Gernot Grimm verbindet 20 Gedichte Villons zu einer einstündigen Solo-Performance voller Abgrund, Bosheit und Niveau. 

 
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